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Wie mich eine Waldtorte ins Schwärmen brachte, erzähle ich Dir in den folgenden Zeilen. Aber fangen wir erst einmal ganz von vorne an…

Durch Zufall habe ich in Pinterest (meiner Lieblings-Ideenplattform) eine dieser wundervollen “Wald-Hochzeitstorten” entdeckt. Seit jeher bin ich absolut fasziniert von dieser Art von Tortendekoration.

Im Sommer letzten Jahres fragte mich eine Bekannte, ob ich ihre Hochzeitstorte kreiren möchte. Sie kam mit ihrem Mann und den beiden Kindern zur Vorbesprechung.

Sie äußerten den Wunsch einer mehrstöckigen “Waldtorte”.

Endlich! Yeppey!!!-Meine Freude war groß und so sagte ich sofort zu.

Die Torte sollte die Initialen des Brautpaares und der beiden Kinder beinhalten. Die Zwei hatten volles Mitsprache- und Entscheidungsrecht bei der gesamten Tortenplanung. Das imponierte mir sehr.

Die Hochzeit würde im folgenden Oktober, ganz in meiner Nähe, statt finden. Also ganz  in der Nähe meines Wohnortes.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Temperaturen. Ich liebe Torten im Herbst; Kein Kampf mit einer weiteren Hitzewelle. Welch eine Freude.

Planung und Vorbereitung

Eine Waldtorte, eine Hochzeitstorte generell, sollte gut geplant sein.

Ich bat Marion um die Angaben der Blumen, in ihrem Brautstrauß. Hortensien und Oxypetalum sollten es sein. Beides sehr schön anzusehen. Über die vielen einzelnen Blütenblätter, der Hortensie, freute ich mich weniger (das bedeutete verdammt viel Arbeit.) Pro Blüte vier Blätter. Jedes einzelne wird ausgeschnitten, auf Draht gezogen, ausgedünnt und gepudert. Zum Ende hatte ich 80 (!) einzelne Blütenblätter modelliert. Ok, das klingt nach sehr vielen Blütenblätter. Ich bin jedoch ein kleiner Angsthase und gehe grundsätzlich auf Nummer sicher bei meinen Torten. Lieber ein paar Blumen mehr, falls ein paar zerbrechen sollten. Die blauen Blüten gingen dabei sehr schnell. Davon wollte ich später noch einige in den Topper einfügen.

Für die Birkenrinde bestellte ich weißes Waferpaper.

Die Farben der Torte wählte ich nach der Einladung, die in weiß, creme, beige und hellbraun gehalten wurde.

Die Pilze modellierte ich nach einem Tutorial, daß ich in Pinterest fand.

Von meiner Freundin Veronika bekam ich passend zur Hochzeitstorte, eine Baumscheibe geschenkt. Diese sollte später als Tortenständer fungieren.

Der Kuchen

Als unteres Stockwerk plante ich eine alkoholfreie Sachertorte nach Oma Buchholz, in einer Größe von 30cm ø. Die Füllung sollte Aprikosenmarmelade sein. Ummantelt sollte die Torte mit einer Schokoladenganache sein.

Die mittlere Etage (25cm ø) sollte der “Kinderkuchen” werden. Die beiden Kids wählten einen Wunderkuchen mit Vanille und eine Füllung aus Kinderschokoladencreme, verbunden mit Kirschgeschmack. Die Fondantgrundlage wurde, nach dem Wunsch der Kinder, eine Kinderschokoladengananche.

Als oberes Stockwerk (die Etage des Brautpaares mit 20cm ø), einigten wir uns auf einen Vanille-Madeira Cake mit einem Erdbeerspiegel und einer Erdbeer-Mascarpone-Creme. Um den Kuchen wurde später eine italienische Buttercreme mit Vanille gestrichen.

Die Dekoration

Für den Topper organisierte ich mir von meiner Freundin Marina, der “Tortenelfe” eine halbe, hohle Kugel aus Styropor. Ich überzog diese mit grün eingefärbten Fondant. Diesen bearbeitete ich anschließend mit einer Drahtbürste (!). Anschließend stach ich die Löcher für die Blumen und Brombeeren mit einem Schaschlickspieß vor. Für die Lücken bereitete ich kleine Hortensien, mit den Ausstechern und Veinern von “Blossom Sugar Art“, vor.

Wenn Du gedacht hast, die Hortensien waren ein Aufwand, dann habe ich Dir noch nicht  von meiner Brombeeren-Aktion erzählt:

Ich formte viele Haselnussgroße Kügelchen aus Blütenpaste. Diese steckte ich auf Blumendraht.  Nach der Aushärtung formte ich viele kleine Kügelchen, die ich einzeln (!) an meinen “Haselnüssen” mit Pipingel befestigte. Das hat den Vorteil, das diese besser haften. Nach dem trocknen wurde jede einzelne Brombeere bepudert. Anschließend tauchte ich diese kurz in ein Bad, aus einer Mischung von Alkohol und Glaze.

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Waferpaper- Wie verarbeite ich das auf einer Torte?!

Was ist Waferpaper?

Dies ist nichts anderes als Eßpapier, oder Obladenpapier. Vielleicht kennst Du es noch aus Deiner Kindheit. Wir konnten das immer in verschienen Farben am Schulkiosk kaufen. Geschmeckt hat es eigentlich nach nichts.

Wie habe ich es angewendet?

Das Waferpaper habe ich mir zu erst mit einer Schere in Form geschnitten. Anschließend feuchtete ich es mit einem Backpinsel an. Dieser wurde zuvor in Wasser getaucht. Das Papier klebte ich dann um die Torte auf den Fondant. Mit dem Dresdentool drückte ich die Maserung oder Form (z. B. das Herz) in die Torte. Die Einkerbungen zog ich, nach ein paar Stunden, mit flüssiger Puderfarbe nach.

Wie mich eine Waldtorte ins Schwärmen brachte

Es ist wirklich selten, daß mich eine meiner eigenen Torten so begeistert. Aber ich kann es selbst noch immer nicht glauben, Wie mich eine Waldtorte ins Schwärmen brachte.

Wie mich eine Waldtorte ins Schwärmen brachte
Fertig zum Anschnitt.

Ich war mächtig stolz. Die Baumscheibe passte wunderbar zur Dekoration. Einfach traumhaft ♥︎!

Die Waldtorte

Wie mich eine Waldtorte ins Schwärmen brachte

Das Brautpaar war total begeistert. Die beiden Kinder fanden die Torte auch umwerfend schön.

Wie mich eine Waldtorte ins Schwärmen brachte
Das Brautpaar beim Ausschnitt der Hochzeitstorte.

♥︎-lichen Dank liebe Marion und lieber Oliver für die Freigabe Eures Fotos. 

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