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Ciambella alla mela ist ein Kuchen aus Sizilien. Ich durfte ihn das erste Mal bei meinem letzten Besuch in Licata, Sizilien probieren. Das Rezept habe ich dir als Souvenir mitgebracht.

Vorgeschichte

Eigentlich dachte ich immer, auf Sizilien macht sich keiner wirklich die Mühe einen Kuchen zu backen. Irgendwie ja auch verständlich. Bei über vierzig Grad Tages-Temperatur, im Sommer, hätte ich auch keine Lust den Backofen anzuschalten.

Von meiner sizilianischen Familie bin ich nichts anderes gewöhnt. Steht ein Geburtstag, oder ein anderes Event an, wird ein Kuchen oder das Gebäck in der ortsansässigen Pasticceria geordert. Generell spricht da ja nichts dagegen (Mich findest du auch öfter Mal in einem Café, Kuchen essen).

Dennoch bin ich in Deutschland mit allerlei selbst gebackenen Kuchen aufgewachsen. Ok, zu Zeiten meiner deutschen Großeltern gab es ab und zu einen gekauften Bienenstich. Aber das war eher die Ausnahme.

Haben die Sizilianer das Backen zu Hause verlernt?

Fast hätte ich den Glauben an die guten, alten sizilianischen “Hausfrauen-Kuchen” verloren.

Glücklicherweise hat mich die nette Angestellte unseres Bed & Breakfast, während meines letzten Licata-Aufendhaltes, vom Gegenteil überzeugen können. Eines Morgens stand da an unserem Frühstücksbuffet ein Kuchen. Keine Cremetorte oder ähnliches. Nein, ein einfacher Kuchen.

Klar, dass meine Mama und ich als “alte Back-Hasen” uns direkt auf das duftende Gebäck stürzten. Testen ist ein Muss!

Der Kuchen war super saftig und gleichzeitig sehr locker. Ich bekam vor meiner Abreise, die Bäckerin des Kuchens leider nicht mehr zu Gesicht. Also setzte ich meine Mutter auf die Angestellte des Hotels an, mit der Bitte uns das Rezept zu geben.

Alles eine Frage vom Mehl?!?

Tatsächlich, kam sie mit der Anleitung für unseren Kuchen nach Deutschland zurück. Wir rätselten bereits ausgiebig in Licata, weshalb dieser so locker schmeckte. Meine Mutter ging der Sache bereits vor Ort auf den Grund und bekam die Auskunft, dass dort für Kuchen ein anderes Mehl verwendet wird, als bei uns in Deutschland.

Normalerweise verwende ich zum Backen das normale Mehl der hiesigen Discounter, mit dem Mahlgrad 405.

Du möchtest auch, dass dein Kuchen locker wird?

Verwende das italienische Mehl Farina (=Weichweizenmehl) typo 0.

Das bekommst du im italienischen Lebensmittelhandel deiner Stadt.

Alternativ kannst du auch das Mehl der Firma Goldpuder oder Aurora kaufen. Das bekommst du mit dem Mahlgrad Typ 550.

Genug der Story und der Tipps.

Hier ist das Rezept für Dich:

Ciambella alla mela

“Ciambella alla mela” heißt wortwörtlich übersetzt: Apfelkrapfen. Eigentlich ist er ein Apfelkuchen (mela=Apfel).

Du benötigst für eine Form von 15 cm Durchmesser:

Ciambella alla mela

 

Zutaten:

  • 200g Mehl per dolci
  • 3 Eier
  • 65g Sonnenblumenöl
  • 125g Magerjoghurt
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 180g Zucker
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 20ml Rum
  • 1 Apfel

Zubereitung:

Heize deinen Backofen auf 175°C vor.

Wasche die Zitrone und den Apfel.

Ciambella alla mela

Den Apfel kannst du nun schälen, vierteln und achteln.

Ciambella alla mela
Schlage die Eier mit dem Zucker Schaumig

Schütte das Öl langsam in die Schüssel.

Ciambella alla mela
Gebe nun den Joghurt zu der Masse.

Füge den Rum und die abgeriebene Zitronenschale hinzu.

Mische das Mehl und das Backpulver in einer separaten Schüssel.

Ciambella alla mela
Hebe nun das Mehl löffelweise unter.

Alternativ kannst du die Früchte auch weg lassen.

Tipp:

Bereite den Teig mit etwas frischer Vanille zu.

Verwende alternativ etwas Nutella. Ziehe es mit einer Gabel unter deinen Teig (wenn er schokoladiger sein sollte). Er ähnelt dann einem Marmorkuchen.

Wälze die Schnitze in Mehl und drückte sie in den Teig.

Ciambella alla mela

 

Nun ab damit in den Backofen,  auf die mittlere Schiene für die nächsten 60 Minuten (Stäbchenprobe nicht vergessen!).

Nach dem abkühlen, kannst du den Kuchen mit Puderzucker verschönern.

Wie findest Du den Ciambella alla mela?

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Noch ein Souvenir aus Sizilien für dich

Nicht nur das Rezept habe ich dir aus dem Heimatland meines Papas mitgebracht.

Für dich hielt ich wieder einmal nach ausgefallenen Zutaten, rund ums Backen und Dekorieren, Ausschau.

Ich verlose diese tolle Zusammenstellung an Zutaten.

Ciambella alla mela

 

Exklusiv für dich:

  • Eine Packung gemahlene Pistazien
  • Eine Packung á zwei Flässchen Orangen Aroma.

Wie Du teilnehmen kannst:

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Deathline ist Freitag, der 29. September 2017.

Unter allen Beiträgen lose ich die oder den glücklichen Gewinner, am Samstag, den 30. September 2017, aus.

Ich freue mich wirklich sehr, über Deine Teilnahme und wünsche Dir von ganzem Herzen viel Glück.

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Ich freue mich über jedes Kommentar zu meinen Posts.

Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, darfst Du mich gerne jederzeit über das Kontaktformular oder per E-Mail ansprechen, ich werde Dir so schnell wie es mir möglich ist antworten.

 

6 comments on “Ciambella alla mela”

  1. Hallo Denise,

    danke,liebe Denise!

    Tolles Rezept,einfach köstlich,fein im Geschmack,flaumige Konsistenz,sehr leicht zum vorbereiten. Toll!

    Ich sage Dir, in zwei Stunden war der ganze Kuchen Geschichte gewesen. Ich habe das Mehl Typ 405 genommen, aber nächstes mal werde ich das Mehl Typ 550 nehmen (habe ich heute schon gekauft).

    Das ist ja wirklich mehr als toll geworden! Kompliment!!!

    Und weil du italieniche Wurzeln hast…und ich italieniche Bekannten habe, hätte ich von Dir eine Torterezept mit Pasticeracreme. Diese Creme habe ich schon probiert,aber es sieht aus wie ein Pudding, also keine feste Creme .Für Motivtorten eine “NO GO” Creme! Nach meiner Meinung, oder?

    Liebe Gruße,
    Ramona

  2. Hallo Denise,
    Der Kuchen hat super lecker geschmeckt. Ich hatte das 405 Mehl genommen, aber dass nächste mal werde ich dein empfohlenes Mehl ausprobieren. Da wir eigene Birnen im Garten haben, wurden diese in den Teig gegeben. Hat auch prima zu dem ZitronenGeschmack gepasst.
    Liebe Grüße
    Monika

    • Hallo Claudia,

      ja Rezepte mit Geschichte liebe ich auch.
      Leider hat meine sizilianische Großmutter nie gebacken (zumindest nie, wenn ich zu Besuch war).

      Aber ich werde bei meinem nächsten Besuch mal meine Patentante danach fragen.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg für die Verlosung.

      Liebe Grüße
      Denise

  3. Hey Denise,

    mhhh, das klingt wieder suuuperlecker!

    Also für mich könntest du ja mal Arancini machen 😀
    Ich weiß, ist jetzt nicht wirklich ein Kuchen, aber hey, Sizilien <3
    Und die sind sooooo lecker *sabber*

    Schöne Grüße,
    Caro

  4. Liebe Denise,
    Das ist wieder ein wundervoller Bericht auch deinen Tipp mit dem Mehl ist spitze. 👍Da werde ich beim nächsten Einkauf ganz genau drauf schauen. 😉 Vielen Dank für das tolle Rezept ich liebe solche Rührteigkuchen💜 und werde es dieses Wochenende gleich mal testen.
    Liebe Grüße Jutta

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